{"id":1839,"date":"2020-03-22T19:57:00","date_gmt":"2020-03-22T18:57:00","guid":{"rendered":"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/?p=1839"},"modified":"2021-01-16T23:47:41","modified_gmt":"2021-01-16T22:47:41","slug":"mein-hund-moechte-nicht-spielen-was-kann-ich-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/mein-hund-moechte-nicht-spielen-was-kann-ich-tun\/","title":{"rendered":"Mein Hund m\u00f6chte nicht spielen &#8211; was kann ich tun?"},"content":{"rendered":"<p><em><strong>Spielen.<\/strong><\/em> Die einen lieben es, die anderen sind nicht daf\u00fcr zu begeistern. Doch was ist, wenn Dein Hund pl\u00f6tzlich nicht mehr spielen m\u00f6chte, obwohl er es vorher geliebt hat? Das und viele andere <em>Themen<\/em> kannst Du&nbsp;hier nachlesen.<\/p>\n<blockquote><p>Er will einfach nicht spielen<br \/>\n<!--more--><\/p><\/blockquote>\n<h2>Die Pubert\u00e4t ist vorbei<\/h2>\n<p>Wenn der Hund <strong>erwachsen<\/strong> wird, \u00e4ndert sich auch sein <strong>Spielverhalten.<\/strong> Er sucht sich genauer aus, mit welchem Hund er spielen m\u00f6chte und mit wem lieber nicht.&nbsp;Mach Dir&nbsp;also <em>keine Sorgen,<\/em> wenn Dein Hund nur noch mit ihm bekannten, guten Hundefreuden spielen m\u00f6chte und anderen Hunden ausweicht oder deren Spielaufforderungen abweist. Das hei\u00dft nicht, dass Dein Hund <em><strong>aggressiv<\/strong> <\/em>oder <strong><em>\u201enicht sozial\u201c<\/em><\/strong> ist, sondern einfach, dass er nun erwachsener geworden ist. Vielleicht ist f\u00fcr ihn Spielen nicht mehr so wichtig oder er f\u00fchlt sich bei fremden Hunden nicht mehr so sicher wie fr\u00fcher.<\/p>\n<h2>Krankheit oder Verletzung<\/h2>\n<p>Wenn Dein Hund allzeit gerne gespielt hat, doch dies pl\u00f6tzlich nicht mehr tut, k\u00f6nnte dies auch an einer <strong>Krankheit<\/strong> oder <strong>Verletzung<\/strong> liegen, eventuell hat er auch <strong><em>Gelenkschmerzen.<\/em><\/strong> Oft ist eine Verletzung oder Krankheit nicht leicht zu erkennen. Hier sollte der Vierbeiner einfach <em>beobachtet<\/em> werden. \u00c4ndert sich auch nach einiger Zeit nichts am Spielveralten, sollte dies beim <em>Tierarzt<\/em> nachgepr\u00fcft werden.<\/p>\n<h2>Mein Hund spielt nicht mehr mit anderen Hunden<\/h2>\n<h3><span style=\"font-size: 16px;\">Die Chemie stimmt nicht.<\/span><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1840 alignleft\" style=\"font-family: Georgia, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, serif;\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Lebe-gl\u00fccklich-1.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"195\">Hunde suchen sich ihren <em><strong>Spielpartner<\/strong><\/em> auch danach aus, wie sich der andere Hund beim Spiel zeigt. Das bedeutet, sie w\u00e4gen ab, wie fordert der andere Hund zum Spiel auf, welchen <strong>Spielstil<\/strong> bietet er an oder wie aufgedreht ist er. Das sind Kriterien, die den Hund abw\u00e4gen lassen, ob dieser Vierbeiner nun ein geeigneter Spielpartner ist oder nicht. Der eine liebt zum Beispiel <em>Rennspiele,<\/em> der andere mag diese gar nicht. Der eine liebt <em>Ballspiele<\/em> und der andere kann mit B\u00e4llen nichts anfangen. Das ist ganz normal, denn jeder Hund ist anders. Zum Gl\u00fcck! \ud83d\ude42<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h2>Beobachte Deinen&nbsp;Hund<\/h2>\n<p>Beobachte einmal genau das <strong>Spielverhalten<\/strong> Deines Hundes und versuche herauszufinden, mit wie vielen Hunden spielt er, spielt er eher mit H\u00fcndinnen oder mit R\u00fcden, nur mit Junghunden oder nur mit Erwachsenen und welche Spiele bevorzugt er?<\/p>\n<h3><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-1843 alignright\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Lebe-gl\u00fccklich-1.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"195\">Das richtige Spiel finden<\/h3>\n<p>Nicht jeder Hund ist <em>ballbegeistert,<\/em> nicht jeder mag <em>apportieren<\/em> und nicht jeder liebt <em>Zerrspiele.<\/em> Bei den meisten Hunden jedoch, kommen&nbsp;<em><strong>Futtersuchspiele<\/strong><\/em> immer gut an. Auch <em><strong>Denkspiele<\/strong><\/em> m\u00f6gen viele Hunde. Wenn Du durch <strong>Beobachtung<\/strong> ein wenig herausgefunden haben, welcher Spielstil Deinen Hund am meisten begeistert, kannst Du&nbsp;Dich mit passenden Hund- und Halterp\u00e4rchen zu <strong>Spielstunden<\/strong> verabreden. So kann Dein Hund \u2013 und Du selbst &#8211; die Spielzeit <em>genie\u00dfen.<\/em> Denn mit passendem Spielpartner spielt es sich doch viel besser!<\/p>\n<h3>Mein Hund will nicht apportieren<\/h3>\n<p><strong>Apportieren<\/strong> ist eines der <em>schwierigsten<\/em> Spiele. Viele Hunde finden erstmals keine Freude daran, doch wenn sie es einmal verstanden haben, ist es eine optimale L\u00f6sung um die <strong>Bindung<\/strong> zwischen Mensch und Hund w\u00e4hrend der Spielzeit zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Wieso ein Hund nicht apportieren will muss erst einmal herausgefunden werden, anbei m\u00f6gliche <strong><em>Probleme<\/em><\/strong> und <strong><em>Erl\u00e4uterungen:<\/em><\/strong><\/p>\n<h4>Mein Hund l\u00e4uft nicht zum besagten Gegenstand<\/h4>\n<p><em>Der Mensch ist unklar in seiner K\u00f6rpersprache. Damit signalisiert er dem Hund unwissentlich, dass er sich nicht bewegen soll. Das k\u00f6nnte durch einen direkten Augenkontakt vom Mensch zum Hund hervorgerufen werden, w\u00e4hrend der Hund das Apport-Signal bekommt.<\/em><\/p>\n<p><em>Das Trainingsgel\u00e4nde ist unpassend, da der Hund sich unsicher f\u00fchlt. Eventuell erst einmal im eigenen Garten oder sogar in der Wohnung beginnen.<\/em><\/p>\n<h4>Der Hund l\u00e4uft los, aber nicht zum Gegenstand \u2013 er interessiert sich eher f\u00fcr andere Ger\u00fcche<\/h4>\n<p><em>Der Untergrund weist zu viele Ablenkungsreize auf. Auch hier besser erst einmal auf bekanntem Terrain beginnen.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr den Hund ist der Apport-Gegenstand uninteressant bzw. er versteht den Sinn darin nicht.&nbsp;Du solltest dann einen anderen Gegenstand w\u00e4hlen, z.B. ein Futterbeutel, um dem Hund den Sinn der \u00dcbung zu verdeutlichen.<\/em><\/p>\n<h4>Der Hund nimmt den Apport-Gegenstand und sch\u00fcttelt ihn<\/h4>\n<p><em>Durch das Sch\u00fctteln demonstriert der Hund das T\u00f6ten der Beute. Kommt der Hund trotzdem zur\u00fcck, kann das Verhalten zun\u00e4chst ignoriert werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Kommt der Hund nicht zur\u00fcck, wird die Trainingsleine verk\u00fcrzt und Du gehst vorw\u00e4rts, bis der Hund aufh\u00f6rt zu sch\u00fctteln. Biete ihm seitlich Deine Hand an. Gibt er den Gegenstand ab, lobe ihn.<\/em><\/p>\n<h4>Der Hund l\u00e4uft zum Apport-Gegenstand, nimmt ihn jedoch nicht auf<\/h4>\n<p><em>Der Gegenstand ist pl\u00f6tzlich uninteressant geworden und der Hund bewegt sich nicht mehr. Um dem Hund einen neuen Impuls zu geben, solltest Du den Apport-Gegenstand an ein langes Seil binden und daran ziehen. Das weckt beim Hund erneut den Jagdinstinkt.<\/em><\/p>\n<h4>Der Hund nimmt den Gegenstand auf, kommt aber nicht mit diesem zur\u00fcck<\/h4>\n<p><em>Mit einer Leine kannst Du den Hund nach und nach zu Dir zur\u00fcckholen und bietest ihm dann seitlich eine Hand zur Abgabe an. Gibt er ab, lobe ihn.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Mensch hat direkten Augenkontakt mit dem Hund, was diesem signalisiert, dort stehen zu bleiben bzw. sich nicht zu bewegen. Eindeutig ist es, wenn der Mensch in seine Hand schaut, wo der Hund den Gegenstand hin apportieren soll.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1842 aligncenter\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/labrador-1114810_960_720-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"350\" height=\"233\" srcset=\"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/labrador-1114810_960_720-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/labrador-1114810_960_720-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/labrador-1114810_960_720-1-104x69.jpg 104w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/labrador-1114810_960_720-1.jpg 960w\" sizes=\"auto, (max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<h2>Der Spiel-Muffel<\/h2>\n<p>Erst einmal sollten wir Menschen einsehen, dass der Hund <em>selbst<\/em> <strong>kein Spielzeug<\/strong> ist. Das hei\u00dft, nicht immer wenn Herrchen oder Frauchen <strong>Lust auf Spielen<\/strong> hat, hat der Hund es auch. Manche Hunde haben einfach keine Lust auf <em>Ballwerfen, St\u00f6ckchen-Holen<\/em> oder <em>Wettrennen.<\/em> Herrchen und Frauchen k\u00f6nnen nicht verstehen, wie Ihr Vierbeiner den tollen nigelnagelneuen Ball einfach links liegen l\u00e4sst und fragen sich, was er nur hat. Den Hund interessieren viel mehr die B\u00fcsche, B\u00e4ume und Wiesen, anstatt das neue Spielzeug. Erst einmal ist ein solches <strong>Verhalten<\/strong> kein Grund zur <strong>Besorgnis,<\/strong> denn wie bei uns Menschen gibt es auch bei Hunden verschiedene Wesenstypen, die verschiedene Vorlieben haben. Es gibt \u00e4ngstliche Hunde, draufg\u00e4ngerische, aber eben auch <strong><em>Spiel-Muffel.<\/em><\/strong> Man soll seinen Hund also nicht zum Spiel zwingen, wenn er es nicht m\u00f6chte, dann braucht er es auch nicht um gl\u00fccklich zu sein. Wenn er jedoch traurig oder unvollst\u00e4ndig scheint oder auch sonst Probleme mit anderen Hunden hat und diese ihn abhalten mit dem jeweiligen Tier zu spielen, solltest Du doch eingreifen, beispielsweise indem Du Dir einen <em>Hundetrainer<\/em> zu Rate ziehst oder eine <em>Hundeschule<\/em> besuchst.<\/p>\n<h3>Den eigenen Hund zum Spiel begeistern<\/h3>\n<p>Ob man solche Spiel-Muffel <em><strong>animieren<\/strong><\/em> soll und \u00fcberhaupt kann, ist von Tier zu Tier unterschiedlich. Nachfolgend einige <strong><em>Anregungen.<\/em><\/strong><\/p>\n<h4>Spielen muss man lernen<\/h4>\n<p>Hunde lernen das Spielen in der <strong>Welpenzeit.<\/strong> Wenn ein Hund in dieser <em>Pr\u00e4gephase<\/em> nie mit Spielzeug etwas zu tun hatte, wird er auch sp\u00e4ter damit nichts anzufangen wissen. Doch auch solche Hunde lassen sich oft <strong>motivieren.<\/strong> Darum gilt, probieren geht \u00fcber studieren. Es gibt nat\u00fcrlich Rassen, die <em><strong>spielfreudiger<\/strong><\/em> sind als andere (ein H\u00fctehund eher als ein Herdenschutzhund), doch auch hier gilt <em>Ausnahmen<\/em> best\u00e4tigen die Regel.<\/p>\n<h4>Das allzeit verf\u00fcgbare Spielzeug<\/h4>\n<p>Genau das sollte es <strong>nicht<\/strong> sein \u2013 allzeit verf\u00fcgbar. Manchmal liegt die <em><strong>Spiele-Unlust<\/strong> <\/em>auch an der <strong>Pr\u00e4senz<\/strong> des Spielzeugs. Genau wie bei uns Menschen \u00fcbt etwas, was nicht permanent erreichbar ist, viel mehr Reiz aus, als etwas was immer da ist. Wenn der Ball, das Seil oder das Quietschetierchen also immer genau vor der Nase Ihres Hundes liegen, verliert er irgendwann das Interesse daran. Auch wenn es ein <strong><em>zu gro\u00dfes Angebot<\/em> <\/strong>an Spielsachen in der N\u00e4he gibt, verliert der Hund den Spa\u00df daran.<\/p>\n<h5>&nbsp;Das Spielzeug wieder interessant machen<\/h5>\n<p><em>Begehrenswert<\/em> wird ein Spielzeug erst, wenn der Hund es nicht permanent vor Augen hat. Du, Herrchen oder Frauchen, kannst Deinem Hund einen Ball vor die Nase halten, kurz spielen&nbsp;und dann gleich wieder wegpacken. So wird der Ball f\u00fcr den Vierbeiner wieder interessant. Viele Hunde reagieren auf solche <strong>\u201eSpielchen\u201c<\/strong> \u2013 je mehr Aufwand Du um den Ball machst, desto toller erscheint er dem Hund. Au\u00dferdem solltest&nbsp;Du das Spielzeug nach jedem Spiel immer komplett wegr\u00e4umen und nicht in Reichweite liegen lassen. M\u00f6chte jemand mit dem Hund spielen, werden die Spielsachen wieder herausgeholt. Der Hund wird sich mit <strong><em>Begeisterung<\/em><\/strong> ins Spiel st\u00fcrzen. Danach wird es wieder weggepackt und Du wirst sehen, wie sehr der Hund sich auf das n\u00e4chste Mal Spielzeit freut.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Spielen. Die einen lieben es, die anderen sind nicht daf\u00fcr zu begeistern. Doch was ist, wenn Dein Hund pl\u00f6tzlich nicht mehr spielen m\u00f6chte, obwohl er es vorher geliebt hat? Das und viele andere Themen kannst Du&nbsp;hier nachlesen. 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