{"id":2394,"date":"2017-11-04T20:08:51","date_gmt":"2017-11-04T19:08:51","guid":{"rendered":"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/?p=2394"},"modified":"2021-01-16T23:33:54","modified_gmt":"2021-01-16T22:33:54","slug":"uebersaeuerung-beim-hund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/uebersaeuerung-beim-hund\/","title":{"rendered":"\u00dcbers\u00e4uerung beim Hund"},"content":{"rendered":"<p>Viele Hundebesitzer besch\u00e4ftigt ein h\u00e4ufiges Problem, der Hund erbricht sich regelm\u00e4\u00dfig, oftmals in den fr\u00fchen Morgenstunden, aber auch kurz von den Mahlzeiten. Meist besteht das Erbrochene aus Magensaft oder gelblichem Schaum. Verst\u00e4ndlicher Weise, fragen sich Frauchen und Herrchen dann, ob der Hund etwas falsches gefressen hat, sein Futter nicht mehr vertr\u00e4gt oder vielleicht sogar eine Erkrankung vorliegt. Das dies meist nicht der Fall ist und was es mit der \u00dcbers\u00e4uerung und des so genannten n\u00fcchternen Erbrechens auf sich hat, m\u00f6chte ich in diesem Artikel gerne einmal n\u00e4her betrachten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Die \u00dcbers\u00e4uerung<\/strong><\/h2>\n<p>Die \u00dcbers\u00e4uerung des Hundes, ist sowohl f\u00fcr den Hund, als auch f\u00fcr den Besitzer sehr unangenehm. Wir erkl\u00e4ren Euch, wie es zur \u00dcberproduktion der Magens\u00e4ure kommt und was hierbei im K\u00f6rper passiert.<\/p>\n<h3><strong>Wie kommt es zur \u00dcberproduktion der Magens\u00e4ure?<\/strong><\/h3>\n<p>Im Gegensatz zum Menschen, produziert ein Hund nicht den ganzen Tag \u00fcber Magens\u00e4ure und Verdauungsenzyme. Er stellt sie nur dann in passender Zusammensetzung her, wenn Futter in den Magen gelangt. Nun haben viele Hundebesitzer die Angewohnheit, ihre Vierbeiner zu den immer gleichen Tageszeiten zu f\u00fcttern, oft mehrmals am Tag. Dies f\u00fchrt dazu, dass der Hund lernt bestimmte Rituale, wie das Herrichten des Futters oder auch schon der Gang zum Lagerplatz der Nahrung, mit der Futteraufnahme zu verkn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Das hat zur Folge, dass der Magen des Hundes in Erwartung auf Futter schon im Vorhinein beginnt Magens\u00e4ure zu produzieren. Es wird demnach S\u00e4ure, in nicht mehr zum Bedarf passender Menge und&nbsp; Zusammensetzung produziert. Bei den meisten Hunden wird zu viel hergestellt, bei einigen auch zu wenig.<\/p>\n<h3><strong>Was passiert bei einer \u00dcber- oder Unterproduktion der Magens\u00e4ure?<\/strong><\/h3>\n<p>Hunde die an einer \u00dcberproduktion von Magens\u00e4ure leiden, bekommen zwischen den Mahlzeiten anhand der aufsteigenden Magens\u00e4ure, Sodbrennen. Dies f\u00fchrt zu \u00dcbelkeit, was sich oft mit Schmatzen und schlecken \u00fcber die Nase \u00e4u\u00dfert, bis hin zum Erbrechen der Magenfl\u00fcssigkeiten. Das gegebene Futter reicht also nicht f\u00fcr die vorhandene S\u00e4ure aus und so entsteht ein \u00dcberschuss.<\/p>\n<p>Bei Hunden die zu wenig Magens\u00e4ure herstellen, kann die Nahrung nicht mehr vollst\u00e4ndig verwertet werden, dadurch entstehen Verdauungsprobleme. Anzeichen hierf\u00fcr, sind gesteigerter Kotabsatz oder sichtbare Knochenfragmente im Kot. Dies passiert h\u00e4ufiger bei Barf-Anf\u00e4ngern, Knochenunerfahrenen oder erkrankten Hunden.<\/p>\n<h4><strong>Die innere Uhr des Hundes<\/strong><\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2401 alignleft\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1-300x188.jpg\" alt=\"\" width=\"277\" height=\"174\" srcset=\"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1-768x480.jpg 768w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1-343x215.jpg 343w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1-326x205.jpg 326w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1-163x102.jpg 163w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/hund_uhr_1506863877-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 277px) 100vw, 277px\" \/><\/p>\n<p>Die innere Uhr des Hundes ist oftmals sehr ungenau im Bezug zur Futteraufnahme. Es kann also m\u00f6glich sein, dass der Hund schon einige Stunden vor der F\u00fctterung beginnt in Erwartung aufs Futter seine Magens\u00e4fte zu konzentrieren. Dasselbe passiert, wenn eine F\u00fctterung einmal etwas sp\u00e4ter als gewohnt stattfindet. Auch bei Hunden, bei denen ein vermeintlich unregelm\u00e4\u00dfiger Tagesablauf praktiziert wird, k\u00f6nnen jedoch die gleichen Probleme entwickelt werden.<\/p>\n<p>Bedingt dadurch, dass die innere Uhr der Tiere von au\u00dfen durch unseren Tagesablauf beeinflusst wird.<\/p>\n<h5>Beispiel zur Funktion der Inneren Uhr<\/h5>\n<p>Angenommen, Bodo bekommt Abends in einem Zeitraum zwischen 17 und 22 Uhr sein Futter, geht man also davon aus, dass dies einer sehr unregelm\u00e4\u00dfigen F\u00fctterung entspricht. Dennoch tritt bei Bodo ab und an eine \u00dcbelkeit mit Erbrechen auf. Nun stellt sich die Frage nach dem Warum.<\/p>\n<p>Bei genauerem hinsehen stellt man fest, dass die Besitzer im Schichtdienst arbeiten, dadurch zu unterschiedlichen Zeiten heimkommen, sie Bodo das Futter doch jeweils immer eine Stunde nach dem Nachhause kommen vorsetzen. &nbsp;Ab und an kommt etwas dazwischen, wie eine Yoga Stunde oder ein Telefonat. Nun beginnt Bodo n\u00fcchtern zu Erbrechen, da er sein Futter zwar zu unterschiedlichen Zeiten bekommt, sich jedoch schon mit seiner inneren Uhr darauf eingestellt hat, dass es ca. eine Stunde nachdem Frauchen\/Herrchen heimkommen, etwas zu futtern gibt.<\/p>\n<p>Die meisten Besitzer oder auch Tier\u00e4rzte sehen diesen Zusammenhang nicht und k\u00f6nnen sich somit nicht erkl\u00e4ren, wieso Bodo, trotz unregelm\u00e4\u00dfiger F\u00fctterung, Magens\u00e4ure erbricht.<\/p>\n<h5>Wie kann man es besser machen?<\/h5>\n<p>Einige der betroffene Hundebesitzer, bunkern zum Beispiel am Bett kleine Leckerlies, welche sie ihren Lieblingen morgens, verabreichen um damit das Problem abzuschw\u00e4chen. Dies entsch\u00e4rft vielleicht erst mal die Situation, behebt jedoch nicht die Ursache des Problems.<\/p>\n<p>Wichtiger als nur die Uhrzeit im Auge zu haben, sollte man darauf achten, Rituale zu vermeiden. Als Ritual kann alles gewertet werden, was den Hund erkennen l\u00e4sst, dass es nun gleich Fressen gibt.<\/p>\n<p>Hierzu z\u00e4hlt z. B. immer nach dem Spaziergang Futter zu geben. Dieses Ritual l\u00e4sst sich einfach aufl\u00f6sen, indem man unwillk\u00fcrlich einmal vor dem Gassi ( ausreichend Verdauungszeit geben )und einmal danach f\u00fcttert. Bei sehr sensiblen Hunden kann es sogar ausreichen, nur beim Zubereiten der Mahlzeit zuzuschauen. Dauert die Zubereitung zu lange, kann der Hund damit schon in eine stark Magens\u00e4ure produzierende Phase eintreten. Der Eintritt in diese Phase, ist von Hund zu Hund sehr unterschiedlich und muss individuell betrachtet werden. In diesem Fall ist es sinnvoll, das Futter f\u00fcr den n\u00e4chsten Tag gleich im Anschluss zur Futtergabe vorzubereiten und dann im K\u00fchlschrank k\u00fchl zu stellen. Am Tag darauf, das Futter ganz beil\u00e4ufig zum Beispiel vor dem Spaziergang zum aufw\u00e4rmen aus dem K\u00fchlschrank heraus stellen.<\/p>\n<p>Kurz vor der F\u00fctterung, sollte dann auch nicht allzu viel Zeit vergehen, bis der Hund ans Futter darf. Sprich lange Rituale bez\u00fcglich der Futterfreigabe am besten unterlassen.<\/p>\n<p>Diese Rituale haben f\u00fcr unsere Vierbeiner meist einen h\u00f6heren Stellenwert, als die reine Uhrzeit, wobei man nat\u00fcrlich trotzdem keine exakte Uhrzeitroutine einf\u00fchren sollte.<\/p>\n<p>Solch kleine \u00c4nderungen k\u00f6nnen enorm helfen, um die vorzeitige S\u00e4ureproduktion zu unterbinden.<\/p>\n<p>Interessanter Weise, ist es auch oft so, dass nach dem ersten durchbrechen solcher Rituale, ein vor\u00fcbergehendes einschleichen erneuter Rituale oder Uhrzeiten, Symptome nicht mehr, oder nur noch in sehr abgeschw\u00e4chter Form auftreten l\u00e4sst. Dies gilt besonders bei der Umstellung von zwei Mahlzeiten auf eine am Tag.<\/p>\n<h3><strong>Hilfsmittel zur Behandlung <\/strong><\/h3>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2402 alignright\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s\u00e4ure_1506864126-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s\u00e4ure_1506864126-1-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s\u00e4ure_1506864126-1-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s\u00e4ure_1506864126-1-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s\u00e4ure_1506864126-1-104x69.jpg 104w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/s\u00e4ure_1506864126-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/strong><\/h2>\n<p>Am besten l\u00e4sst man sich hierzu vom Tierarzt oder dem Heilpraktiker beraten. Da dies jedoch auch nur eine symptomatische Behandlung ist, sollte man dennoch nach der eigentlichen Ursache des Problems suchen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong>Funktionsweise des Magens in<\/strong><strong> K\u00fcrze<\/strong><\/h2>\n<p>Beginnen wir mit dem Maul des Hundes. Das Futter wird durch eine relativ hohe Speichelproduktion, welche Vorverdauungs-Enzymfrei ist, heruntergeschluckt. Er dient lediglich dazu, das Futter besser abschlucken zu k\u00f6nnen. Dies macht Sinn, da der Hund von Natur aus ein Schlinger ist und nicht darauf ausgelegt ist zu kauen.<\/p>\n<p>Das Futter gleitet nun also durch die Speiser\u00f6hre hinunter in den Magen.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2406 alignleft\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/darm_1506864624-1-284x300.png\" alt=\"\" width=\"252\" height=\"266\" srcset=\"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/darm_1506864624-1-284x300.png 284w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/darm_1506864624-1-768x812.png 768w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/darm_1506864624-1-968x1024.png 968w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/darm_1506864624-1.png 1210w\" sizes=\"auto, (max-width: 252px) 100vw, 252px\" \/><\/h2>\n<p>Der Hundemagen, ist im Vergleich zur K\u00f6rpermasse des Hundes extrem gro\u00df, bedingt durch seinen faltensack\u00e4hnlichen Aufbau, sehr&nbsp;dehnf\u00e4hig und verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig kurz. Er besitzt unter anderem, verschiedene Arten von Dr\u00fcsen. Hauptzellen zur Vorenzymproduktion und Belegzellen zur Magens\u00e4ureproduktion. Er besitzt L\u00e4ngs- und Ringmuskulatur und keine Klappen am Magenein- und ausgang.<\/p>\n<p>Der Hundemagen ist ein starker Muskel. Durch einen Schl\u00fcsselreiz an den Dr\u00fcsen, der durch Proteine (Fleisch) ausgel\u00f6st wird, wird die S\u00e4ureproduktion gestartet. Die Hauptzellen produzieren die Enzymvorstufen <em>Pepsinogen<\/em> und <em>Kathepsinogen<\/em>, zur selben Zeit beginnen die Nebenzellen mit der Schleimproduktion, dieser legt sich dabei sch\u00fctzend vor die Magenw\u00e4nde. Die Belegzellen produzieren daraufhin Magens\u00e4ure.<\/p>\n<p>Erst die Kombination von Magens\u00e4ure mit den Vorenzymen, l\u00e4sst durch Abspaltung von Aminos\u00e4uren die eigentlich ben\u00f6tigten Verdauungsenzyme <em>Pepsin<\/em> und <em>Kathepsin<\/em> entstehen.<\/p>\n<p>W\u00fcrden diese Enzyme bereits ohne gef\u00fcllten Magen entstehen, k\u00f6nnte der Magen dadurch Schaden nehmen, da die sch\u00fctzende Schleimschicht noch nicht vorhanden ist.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: left;\"><strong>Unterschiede und Hinweise zur F\u00fctterung<\/strong><\/h2>\n<p>Die Art der F\u00fctterung kann Auswirkungen auf die \u00dcbers\u00e4uerung haben. Wir fassen die Unterschieden zusammen und geben Hinweise zur F\u00fctterung.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: left;\"><strong>\u00dcbers\u00e4uerung trat bei Trockenfuttergabe nicht auf<br \/>\n<\/strong><\/h3>\n<p>Wird ein Hund von Trockenfutter auf Rohnahrung umgestellt und zeigt erst seitdem diese Symptome, obwohl der Hund vielleicht vorher sogar auf feste F\u00fctterungszeiten konditioniert war, wird ein unsicherer Besitzer vielleicht sofort daran zweifeln, ob die Umstellung wirklich das Richtige war.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-2405 alignright\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/trockenfutter_1506864442-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"284\" height=\"213\" srcset=\"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/trockenfutter_1506864442-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/trockenfutter_1506864442-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/trockenfutter_1506864442-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/trockenfutter_1506864442-1.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 284px) 100vw, 284px\" \/><\/p>\n<p>Der Grund, wieso der Hund vor der Umstellung keine Probleme mit der Magens\u00e4ure hatte, dies aber bei Rohfutter auftritt, ist recht simpel.<\/p>\n<p>Die Zusammensetzung der Magens\u00e4ure bei einem roh ern\u00e4hrten Hund ist schlichtweg eine ganz andere. Der PH-Wert liegt deutlich niedriger, als bei einem mit Trockenfutter ern\u00e4hrtem Hund. Bei stark getreidehaltigem Trockenfutter kann es sogar passieren, dass der PH Wert einen nahezu neutralen Status erlangt, weil das Futter hierbei rein enzymatisch verdaut wird.<\/p>\n<p>Eine dementsprechende Magens\u00e4ure greift verst\u00e4ndlicherweise die Magenwand weitaus weniger an, als eine Magens\u00e4ure die auf rohes Fleisch und Knochen eingestellt ist.<\/p>\n<p>Dies bedeutet allerdings nicht, dass die Umstellung falsch war, denn physiologisch gesehen,&nbsp; ist der Hund darauf ausgelegt, rohe Nahrung zu sich zu nehmen.<\/p>\n<h3><strong>I<\/strong><strong>st es in manchen Situationen&nbsp;sinnvoll meinen Hund zu genauen Uhrzeiten zu f\u00fcttern?<\/strong><\/h3>\n<p>Es gibt auch seltene Ausnahmen, in denen es besser f\u00fcr den Hund ist, ihn auf eine Uhrzeit oder ein Ritual zu konditionieren.<\/p>\n<p>Hat man einen kranken Hund mit Organst\u00f6rungen, gibt es gute Gr\u00fcnde, sich eine Vorproduktion von Verdauungss\u00e4ften zum Vorteil zu machen. Dies gilt speziell bei autoimmunbasierten Krankheiten der Magenschleimhaut oder Erkrankungen der Bauchspeicheldr\u00fcse (Pankreatitis). Hier kann die Konditionierung zur vorzeitigen Anregung der Magens\u00e4fte Linderung verschaffen, indem das Futter besser bzw. schneller verdaut werden kann und dadurch nicht so lange im Magen verweilt. Das sollte allerdings immer sehr individuell betrachtet und mit dem Tierarzt abgesprochen werden.<\/p>\n<p>Entscheidet man sich daf\u00fcr, sollte man sich aber wirklich an einen vorgefertigten Zeitplan halten, ohne davon abzuweichen, wenn man Erfolg damit haben m\u00f6chte.<\/p>\n<h3><strong>Anzahl der Mahlzeiten anpassen<\/strong><\/h3>\n<p><em>Dieser Punkt gilt nur f\u00fcr adulte Hunde.<\/em><\/p>\n<p>In vielen F\u00e4llen, kann es auch helfen, den Hund von zwei bis drei Mahlzeiten am Tag auf eine Mahlzeit umzustellen. Das hat den Vorteil, dass der Magen nur einmal am Tag dazu angeregt wird Magens\u00e4ure zu produzieren. Des Weiteren, sollte diese eine Mahlzeit zu unterschiedlichen Tageszeiten gef\u00fcttert werden, umso unterschiedlicher umso besser.<\/p>\n<h3><strong>Warum st\u00fcckiges Fleich, ansta<\/strong><strong>tt gewolfter Nahrung zur Verbesserung beitragen kann<\/strong><\/h3>\n<p>Der Magen hat das Ziel, die Nahrung in eine bestimmte Partikelgr\u00f6\u00dfe zu zerkleinern. Kommt diese nun im Magen an, f\u00e4ngt die Produktion der Magens\u00e4ure an. Da die Enzymdr\u00fcsen, die f\u00fcr die jeweiligen Verdauungsenzyme zust\u00e4ndig sind, in den Falten des Magens sitzen, m\u00fcssen diese erst einmal aktiviert werden . Das hei\u00dft also, umso gr\u00f6\u00dfer die Menge und die St\u00fccke sind, die mit den Falten in Ber\u00fchrung kommen, desto st\u00e4rker muss sich der Magen entfalten.<\/p>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-2407 alignleft\" src=\"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/Gute-Reise-1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"222\" height=\"222\"><\/h2>\n<p>Mit Hilfe von Walgbewegungen im Zusammenspiel mit der Magens\u00e4ure, zerreibt der Hundemagen das aufgenommene Futter.<\/p>\n<p>Die Nahrung wird hierbei immer in Schichten abgearbeitet. Je gr\u00f6\u00dfer die St\u00fccke sind, desto l\u00e4nger dauert dieser Vorgang. Hierbei beginnen die Enzyme im Magen zu arbeiten und fangen an, N\u00e4hrstoffe durch Zersetzungsprozesse freizugeben. Diese werden im Anschluss vom Darm aufgenommen und k\u00f6nnen dem Organismus zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p>Gelangt das Futter nun bereits in gewolfter Form in den Magen, steht dies in keiner Relation mehr, zu der gro\u00dfen Magenoberfl\u00e4che und wird dementsprechend schnell zum fertigen Brei verarbeitet. Sobald diese spezifische Breimasse erreicht ist, wird die Nahrung vom Magen zum Darm weitergeleitet.<\/p>\n<p>Durch dieses schnelle Arbeiten des Magens, haben die Enzyme weniger Zeit, die N\u00e4hrstoffe aus der Nahrung vorzubereiten. Es werden also weniger N\u00e4hrstoffe f\u00fcr den K\u00f6rper bereitgestellt. Die Folge ist, dass die Kotmenge ansteigt und das Futter nicht optimal verwertet werden kann. Da auch die Magens\u00e4ure weniger zu tun hat, kann am Ende eine zu hohe Menge zur\u00fcck bleiben, was wiederum zur \u00dcbers\u00e4uerung f\u00fchrt. Es hat also, in doppelter Form, Nachteile f\u00fcr einen gesunden Hund.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt, warum st\u00fcckiges Futter besser geeignet ist, ist das S\u00e4ttigungsgef\u00fchl des Hundes. Dieses wird durch zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen, wie beim Menschen, die F\u00fclle des Magens, aber zum anderen auch, durch den N\u00e4hrstoffgehalt im Blut. Zwei Faktoren, die durch st\u00fcckiges Futter positiv unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p>Ein Hund wird also schneller und zudem auch l\u00e4nger satt sein, durch das Verf\u00fcttern von gro\u00dfen Fleischst\u00fccken. Dies gilt beim barfen mit Gem\u00fcse und Obstanteil \u00fcbrigens nicht f\u00fcr die pflanzlichen Stoffe. Diese sollten nur in p\u00fcrierter Form verwendet werden, da dem Hund die Enzyme fehlen, um gro\u00dfe pflanzliche Bestandteile zersetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2><strong>Fazit zur Behebung des Problems<\/strong><\/h2>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich also sagen, dass bei betroffenen Hunden, eine Kombination aus den aufgef\u00fchrten Punkten helfen kann, eine \u00dcbers\u00e4uerung zu vermeiden.<\/p>\n<ul>\n<li>ritualfrei f\u00fcttern<\/li>\n<li>unregelm\u00e4\u00dfige Uhrzeiten bei der F\u00fctterung<\/li>\n<li>f\u00fcttern in gro\u00dfen St\u00fccken<\/li>\n<li>Umstellung von mehreren auf eine Mahlzeit am Tag (nur bei adulten Tieren)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Halten die Symptome \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum an, ist es mit Sicherheit auch kein Fehler, den Tierarzt mit ins Boot zu holen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele Hundebesitzer besch\u00e4ftigt ein h\u00e4ufiges Problem, der Hund erbricht sich regelm\u00e4\u00dfig, oftmals in den fr\u00fchen Morgenstunden, aber auch kurz von den Mahlzeiten. Meist besteht das Erbrochene aus Magensaft oder gelblichem Schaum. Verst\u00e4ndlicher Weise, fragen sich Frauchen und Herrchen dann, ob der Hund etwas falsches gefressen hat, sein Futter nicht mehr vertr\u00e4gt oder vielleicht sogar eine&hellip;&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/uebersaeuerung-beim-hund\/\" rel=\"bookmark\">Weiterlesen &raquo;<span class=\"screen-reader-text\">\u00dcbers\u00e4uerung beim Hund<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":14,"featured_media":2400,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"neve_meta_sidebar":"","neve_meta_container":"","neve_meta_enable_content_width":"","neve_meta_content_width":0,"neve_meta_title_alignment":"","neve_meta_author_avatar":"","neve_post_elements_order":"","neve_meta_disable_header":"","neve_meta_disable_footer":"","neve_meta_disable_title":"","footnotes":""},"categories":[1,41,88],"tags":[],"class_list":["post-2394","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-barfen","category-krankheitsbilder"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2394"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2394\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6489,"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2394\/revisions\/6489"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2400"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}