{"id":2810,"date":"2017-12-03T18:34:34","date_gmt":"2017-12-03T17:34:34","guid":{"rendered":"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/?p=2810"},"modified":"2021-01-16T23:37:03","modified_gmt":"2021-01-16T22:37:03","slug":"tetanus-beim-hund-selten-und-gefaehrlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/tetanus-beim-hund-selten-und-gefaehrlich\/","title":{"rendered":"Tetanus beim Hund &#8211; Selten und gef\u00e4hrlich"},"content":{"rendered":"<p>Eine Infektion mit Wundstarrkrampf ist nicht nur f\u00fcr Menschen eine gro\u00dfe Gefahr, sondern kann auch die Gesundheit des Vierbeiners bedreohen: Zwar erfolgt die Infektion bei Hunden verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig selten, ist aber dennoch ein ernstzunehmendes Risiko. Die \u00dcbertragung des Erregers erfolgt dabei ebenso wie beim Menschen auch \u2013 jede offene Wunde, die sich der Hund zuzieht, kann bei einer Verschmutzung mit F\u00e4kalien, Erde oder anderem Dreck potenziell in eine Tetanus-Erkrankung m\u00fcnden. Ausl\u00f6ser f\u00fcr die schwere Infektion ist das Clostridium tetani-Bakterium, das \u00fcber den Weg durch R\u00fcckenmark und Gehirn schlie\u00dflich die Nervenzellen des betroffenen Vierbeiners angreift.<!--more--><\/p>\n<h2>Woran du Tetanus beim Hund erkennst : Die Symptome<\/h2>\n<p>Die Symptome der Infektion zeigen sich \u00fcblicherweise neun Tage nach der \u00dcbertragung der Erreger. Die Anzeichen eines Wundstarrkrampfs erinnern an eine Vergiftung und k\u00f6nnen, abh\u00e4ngig vom Schweregrad der Krankheit, unterschiedlich ausarten. In erster Linie erweisen sich erkrankte Hunde als ausgesprochen ger\u00e4uschempfindlich und unruhig. Die tierischen Patienten erscheinen zudem verwirrt und abgeschlagen. Es kann au\u00dferdem sein, dass ihre Hinterl\u00e4ufe sich versteifen, woraufhin der Gang der Hunde unkoordiniert und gestelzt wird. Selbst wenn sie stillstehen, ist ihre Haltung verkrampft, was sogar so weit gehen kann, dass ihre komplette Mimik zu einer bizarren Maske wird, und die Tiere an regelm\u00e4\u00dfigen Zuckungen zu leiden beginnen. Weiterhin l\u00f6st eine Tetanus-Infektion bei den Tieren auch heftige Schluckbeschwerden aus, die dazu f\u00fchren, dass sie ihre Mahlzeiten best\u00e4ndig wieder hervorw\u00fcrgen und in akute Erstickungsgefahr geraten. Gelingt es den Bakterien auf die Atemmuskulatur \u00fcberzugreifen, wird es zu Atembeschwerden kommen, die in einem t\u00f6dlichen Atemstillstand enden k\u00f6nnen. Ein unbehandelter Wundstarrkrampf f\u00fchrt nicht selten zum Exitus; betroffene Tiere sollten beim ersten Verdacht auf Tetanus unmittelbar einem Veterin\u00e4r vorgestellt werden. Um dieser schwerwiegenden Infektion vorzubeugen, ist es wichtig, Wunden des Tieres umgehend und hygienisch zu versorgen und bei Verdachtsmomenten rasch zu handeln. Wer dennoch Bedenken wegen der Infektionsgefahr hat, kann seinen Vierbeiner auch gegen Tetanus impfen lassen.<\/p>\n<h2>Nur eine Option: Die Tetanus-Impfung f\u00fcr den Hund<\/h2>\n<p>Eine Tetanus-Impfung ist nicht verpflichtend, sondern geh\u00f6rt zu den sogenannten Non-Core-Impfungen. Da sich Hunde nur \u00e4u\u00dferst selten mit Tetanus infizieren, gab es lange Zeit kein spezielles Impfserum f\u00fcr die Tiere, sondern es wurde zumeist das benutzt, das auch Pferde und andere Nutztiere erhalten. Eine Impfung gegen Wundstarrkrampf ist aufgrund der daraus eventuell resultierenden Nebenwirkungen nur eingeschr\u00e4nkt zu empfehlen. Sind Sie mit Ihrem Hund h\u00e4ufig in unwegsamem Gel\u00e4nde unterwegs, das eine erh\u00f6hte Verletzungsgefahr f\u00fcr das Tier birgt, ist die Impfung durchaus eine gute M\u00f6glichkeit, um vorzubeugen. Bei Arbeitshunden und Jagdhunden sollte die Impfung also in jedem Fall in Erw\u00e4gung gezogen werden, wobei der Tierarzt zun\u00e4chst eine ausf\u00fchrliche Beratung vornehmen sollte und die Halter auch \u00fcber etwaige Risiken aufkl\u00e4rt.<\/p>\n<h3>Keine Prophylaxe ohne Not: Die Nebenwirkungen der Tetanus-Impfung beim Hund<\/h3>\n<p>Wie jede andere Impfung auch, kann die Tetanus-Impfung eine allergische Reaktion beim Hund ausl\u00f6sen, die mit Fieber, Hautirritationen, M\u00fcdigkeit oder Verdauungsbeschwerden einhergeht. Des Weiteren enthalten viele Impfungen Zusatzstoffe, die dem Organismus der Tiere eher schaden als zu helfen, wie beispielsweise Thiomersal, eine extrem giftige Quecksilberverbindung, die das tierische Nervensystem nachhaltig sch\u00e4digen kann. Auch Aluminiumhydroxid, ein Nervengift, das rund um die Einstichstelle Gewebever\u00e4nderungen ausl\u00f6sen kann. Andere bedenkliche Inhaltsstoffe von Impfseren sind Antibiotika, Fremdproteine, Formaldehyd und \u00d6ladjuvantien, die im Tierversuch gravierende Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Lupus erythematodes oder Rheuma zur Folge hatten. Da Hunde im Gegensatz zum Menschen nicht anf\u00e4llig f\u00fcr einen Wundstarrkrampf sind, sollte man daher nur zur Tetanus-Impfung bzw. auch den anderen Wahlimpfungen tendieren, wenn es unbedingt n\u00f6tig ist, wenn der Hund durch seine t\u00e4glichen Aufgaben h\u00e4ufiger zu Verletzungen neigt.<\/p>\n<h4>Exkurs: Non-Core-Impfungen \u2013 eine \u00dcbersicht<\/h4>\n<p>Neben der Tetanus-Impfung, gibt es noch weitere Wahlimpfungen, die lediglich dann sinnvoll sind, wenn der Vierbeiner in erh\u00f6htem Ma\u00df vom Infektionsrisiko bedroht ist. Zu diesen Impfungen z\u00e4hlen jene gegen folgende Krankheiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Babesiose oder Hundemalaria: Wirkdauer sechs Monate<\/li>\n<li>Borreliose: Wirkdauer vier bis sechs Monate (gegen Borrelia afzelii und Borrelia garinii) bis ein Jahr (gegen Borrelia burgdorferi senso stricto)<\/li>\n<li>Canines Herpes-Virus<\/li>\n<li>Coronavirus<\/li>\n<li>Leishmaniose: Wirkdauer ein Jahr<\/li>\n<li>Pilzerkrankungen wie Dermatophytose, Mikrosporie oder Trichophytie: Wirkdauer zwischen neun Monaten und einem Jahr<\/li>\n<li>Zwingerhusten: Wirkdauer ein Jahr<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Wie Tetanus beim Hund diagnostiziert wird<\/h2>\n<p>Wenn, entgegen aller Vorsichtsma\u00dfnahmen eines der zuvor beschriebenen Symptome von Wundstarrkrampf am Hund bemerkt wird, sollte unverz\u00fcglich ein Veterin\u00e4r oder die n\u00e4chste Tierklinik aufsucht werden, denn Tetanus kann nur aufgrund eines klinischen Befundes diagnostiziert werden, da man bei nicht eindeutigen Anzeichen, zun\u00e4chst eine Vergiftung mit \u00e4hnlichen Begleiterscheinungen ausschlie\u00dfen muss.<\/p>\n<h3>Keinesfalls abwarten: Die \u00dcberlebenschance eines Hundes bei Tetanus<\/h3>\n<p>Ist der Wundstarrkrampf ausgebrochen, z\u00e4hlt jede Sekunde, denn Sch\u00e4den an Muskulatur und Nervensystem k\u00f6nnen f\u00fcr den Hund eine lebenslange Behinderung und die Krampfattacken sogar den sicheren Tod bedeuten. Je fr\u00fcher das Tier also in professionelle Behandlung bzw. Obhut kommt, desto h\u00f6her ist seine \u00dcberlebenschance.<\/p>\n<h2>Ein medizinischer H\u00e4rtefall: Die Tetanus-Therapie beim Hund<\/h2>\n<p>Wird er fr\u00fchzeitig erkannt, ist Wundstarrkrampf gut behandelbar. Die Therapie besteht in erster Linie aus der Verordnung v\u00f6lliger Ruhe und der Vermeidung von hellem Licht, um das Krampfen des Hundes weitestgehend zu vermeiden. Zus\u00e4tzlich verabreicht der Tierarzt ein hochdosiertes Serum, das der passiven Immunisierung dienen soll und gibt dem Tier au\u00dferdem ein spezifisches Antibiotikum, dass die weitere Ausbreitung des Giftstoffes in der Wunde unterbinden soll. Um den Hund von den qu\u00e4lenden Symptomen zu befreien, verschreibt der Veterin\u00e4r dar\u00fcber hinaus Beruhigungsmittel und Muskelrelaxantien. Meistens dauert diese intensivmedizinische Versorgung mehrere Wochen, da sich der Behandlungsplan aus der Schwere der jeweiligen Symptomatik ergibt und daher stets unterschiedlich ausf\u00e4llt.<\/p>\n<h3>Viel Ruhe: Was Du f\u00fcr eine gelungene Heilung des Hundes beachten solltest<\/h3>\n<p>Der Hund sollte w\u00e4hrend der Rekonvaleszenzphase bestm\u00f6glich geschont werden, dann ist er, wenn keine gr\u00f6\u00dferen Sch\u00e4den durch die Infektion entstanden sind, binnen vier bis sechs Wochen wieder auf den Beinen. In der Regel bedeutet das, dass der Hund in einem abgedunkelten Zimmer viel Ruhe bekommen sollte und unter regelm\u00e4\u00dfiger \u00e4rztlicher Beobachtung steht. Ein fortgeschrittenes Stadium der Infektion bedeutet m\u00f6glicherweise sogar einen l\u00e4ngeren station\u00e4ren Aufenthalt f\u00fcr das Tier.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Infektion mit Wundstarrkrampf ist nicht nur f\u00fcr Menschen eine gro\u00dfe Gefahr, sondern kann auch die Gesundheit des Vierbeiners bedreohen: Zwar erfolgt die Infektion bei Hunden verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig selten, ist aber dennoch ein ernstzunehmendes Risiko. 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