{"id":4840,"date":"2019-06-15T20:00:08","date_gmt":"2019-06-15T18:00:08","guid":{"rendered":"https:\/\/barf-alarm.de\/blog\/?p=4840"},"modified":"2019-12-03T22:28:46","modified_gmt":"2019-12-03T21:28:46","slug":"der-wesenstest-beim-hund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pet-gold.de\/blog\/der-wesenstest-beim-hund\/","title":{"rendered":"\ud83d\udc15 Der Wesenstest beim Hund &#8211; Ratgeber"},"content":{"rendered":"<p>Wer kennt die Schlagzeilen nicht: \u201eKampfhund soll Mutter und Sohn get\u00f6tet haben\u201c, \u201eKampfhund bei\u00dft Terrier tot\u201c oder \u201eHund bei\u00dft Baby in Kopf\u201c!? Immer wieder kommt es zu Vorf\u00e4llen, bei denen sogenannte Kampf- oder Listenhunde Menschen oder andere Tiere angreifen und ihnen teilweise sogar t\u00f6dliche Verletzungen zuf\u00fcgen. Die Diskussion um die Haltung bestimmter Hunderassen wird so wieder und wieder angefacht. Ein Ansatz zur Pr\u00e4vention von Bei\u00dfvorf\u00e4llen ist der Wesenstest f\u00fcr Hunde. Doch was ist das \u00fcberhaupt und h\u00e4lt er was er verspricht?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2><strong>Was ist ein sogenannter Kampfhund?<\/strong><\/h2>\n<p>Vielleicht hast Du dich auch schon gefragt, welche Eigenschaft eine Hunderasse besitzt, die als Kampfhundrasse bezeichnet wird. Gibt es \u00fcberhaupt Kampfhunde oder ist der Halter erst derjenige der den Hund zum Problem werden l\u00e4sst? Die Bezeichnung Kampfhund ist ein Begriff, der f\u00fcr Hunde gepr\u00e4gt wurde, die zum Zwecke von K\u00e4mpfen gegen andere Hunde oder Tiere trainiert wurden. Schon im r\u00f6mischen Reich gab es diese blutige Tradition, die nur der Unterhaltung diente. In vielen L\u00e4ndern, so auch in Deutschland, ist der Hundekampf gl\u00fccklicherweise verboten. In kriminellen Milieus finden aber auch heutzutage noch regelm\u00e4\u00dfig illegale Hundek\u00e4mpfe statt.<\/p>\n<h3>Was macht bestimmte Hunderassen attraktiv f\u00fcr Hundek\u00e4mpfe?<\/h3>\n<p>Durch Z\u00fcchtung wurden vor allem Eigenschaften wie Furchtlosigkeit und Widerstandsf\u00e4higkeit bei sogenannten Kampfhunden gest\u00e4rkt. Wissenschaftlich ist aber nicht bewiesen, dass diese Rassen, zu denen zum Beispiel der Mastiff oder der Pitbull z\u00e4hlt, eine h\u00f6here Bei\u00dfkraft als andere besitzen. Auch was das Gebiss betrifft, kann keinesfalls eine Pauschalisierung vorgenommen werden. Die Gebissst\u00e4rke nimmt nicht etwa mit der Gr\u00f6\u00dfe zu. Terrier und Jagdhund-Rassen besitzen zum Beispiel ein sehr starkes Gebiss, w\u00e4hrend Molosser (doggenartige Hunde) eher \u00fcber ein schwaches Gebiss verf\u00fcgen. Wenn es zu einem Zubei\u00dfen der Hunde kommt, neigen sogenannte Kampfhunde dazu sich \u201eFestzubei\u00dfen\u201c. Sie bei\u00dfen einmal zu und lassen erstmal nicht mehr los. Viele andere Rassen bei\u00dfen eher mehrmals zu. Was f\u00fcr das potenzielle Opfer, ob Mensch, Hund oder gejagtes Tier, zu schwereren Verletzungen f\u00fchrt, ist nicht pauschal zu beantworten. Die Bezeichnung Kampfhund ist also letztendlich nur auf die Verwendung der Hunde zur\u00fcckzuf\u00fchren, wie es auch bei Jagdhunden oder H\u00fctehunden der Fall ist. Der Mut und die Ausdauer der Kampfhund-Rassen tr\u00e4gt zu ihrer Eignung f\u00fcr die K\u00e4mpfe bei, aber erst das gezielte Abrichten der Hunde durch den Menschen macht sie zu &#8222;Kampfmaschinen&#8220;.<\/p>\n<h2>Gesetzgebung in Deutschland<\/h2>\n<p>Der Wesenstest (oder auch Verhaltenstest) existiert nicht erst seit der Diskussion um die Gef\u00e4hrlichkeit von bestimmten Hunderassen. Eingesetzt wird er schon lange f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung zur Zuchteignung die Auswahl von Diensthunden bei Polizei oder Milit\u00e4r. Doch mit aufkommendem Medieninteresse wurde der Wesenstest neben anderen Ma\u00dfnahmen gegen gef\u00e4hrliche Hunde, wie zum Beispiel dem Sachkundenachweis, schlie\u00dflich ab dem Jahr 2000 gesetzlich erlassen.<\/p>\n<h3>Listenhunde<\/h3>\n<p>Die bestehenden Hundeverordnungen und -gesetze unterscheiden sich&nbsp; von Bundesland zu Bundesland. So besitzen viele Bundesl\u00e4nder Rasselisten, die vor allem solche Hunde aufz\u00e4hlen, die als Kampfhunde bezeichnet werden, wie zum Beispiel der Cane Corso oder der American Staffordshire Terrier. So wurde der Begriff des Listenhundes gepr\u00e4gt. Andere Bundesl\u00e4nder f\u00fchren ihre Gefahreneinsch\u00e4tzung mittlerweile zus\u00e4tzlich oder ausschlie\u00dflich danach durch, ob der Hund schonmal durch Bei\u00dfvorf\u00e4lle oder andere Aktivit\u00e4ten wie Hetzen von Wild aufgefallen ist. Die Gesetze sind so vielf\u00e4ltig, dass man keine allgemein g\u00fcltigen deutschlandweiten Vorschriften zusammenfassen kann. Zudem findet eine st\u00e4ndige \u00dcberarbeitung der als gef\u00e4hrlich einzustufenden Rassen statt. Eine \u00fcbersichtliche Auflistung der Bundesl\u00e4nder aus dem Jahr 2018 findest Du <a href=\"https:\/\/www.tierschutzbund.de\/fileadmin\/user_upload\/Downloads\/Hintergrundinformationen\/Heimtiere\/Gefahrhundeverordnungen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">hier.&nbsp;<\/a><\/p>\n<h3>Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschr\u00e4nkungsgesetz (HundVerbrEinfG)<\/h3>\n<p>2001 wurde&nbsp; in Deutschland das Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschr\u00e4nkungsgesetz (HundVerbrEinfG) erlassen. Die Rassen Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire-Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen d\u00fcrfen generell nicht eingef\u00fchrt werden. In einigen Bundesl\u00e4ndern gilt dieses Einfuhrverbot noch f\u00fcr weitere Rassen wie den Mastiff oder die Bordeaux Dogge, sofern der Hund dort st\u00e4ndig gehalten werden soll. Teilweise verbieten die Bundesl\u00e4nder auch die Z\u00fcchtung dieser Rassen.<\/p>\n<h3>Hundesteuer<\/h3>\n<p>Vor allem die Steuern f\u00fcr einen im entsprechenden Bundesland gelisteten Hund hat mittlerweile dazu gef\u00fchrt, dass die Anschaffung genau \u00fcberdacht werden muss. 1.056 Euro pro Jahr werden zum Beispiel in N\u00fcrnberg f\u00e4llig , kein ungew\u00f6hnlicher Preis f\u00fcr die Haltung eines Listenhundes in Deutschland. In K\u00f6ln dagegen betr\u00e4gt die Steuer 156 Euro f\u00fcr jeden gehaltenen Hund, egal welcher Rasse. Eine Meldepflicht und entsprechende Auflagen f\u00fcr Listenhunde existieren aber auch dort. Insgesamt ist die Gesetzgebung in Deutschland bez\u00fcglich Hundehaltung also sehr un\u00fcbersichtlich. Und die Frage bleibt: gibt es diese gef\u00e4hrlichen Listenhunde und ist der bestehende Umgang mit ihnen gerechtfertigt?<\/p>\n<h2><strong>Vorf\u00e4lle mit Hunden in Deutschland<\/strong><\/h2>\n<p>Hundebisse werden nicht bundesweit statistisch erfasst. Durchschnittlich sind in den Jahren 1998 bis 2015 laut statistischem Bundesamt 3,6 Menschen durch Hunde get\u00f6tet wurden. Die Hundebissstatistik aus Berlin gibt an, dass es 2018 insgesamt 625 F\u00e4lle gab in denen Menschen verletzt oder angesprungen wurden und 450 F\u00e4lle in denen Hunde verletzt wurden. 43 (Angriffe auf Menschen) beziehungsweise 39 (Angriffe auf Hunde) wurden dabei durch \u201egef\u00e4hrliche Hunde\u201c verursacht. Genaue Angaben zu Verletzungsgraden gibt es aber nicht. Auf der Liste gef\u00e4hrlicher Hunde stehen in Berlin mittlerweile nur noch drei Rassen: der Pitbull Terrier, der American Staffordshire Terrier und der Bullterrier. Eine vierte Gruppe bilden Mischlinge dieser drei Kampfhund-Rassen. Der American Staffordshire Terrier f\u00fchrt diese Liste mit 20 Angriffen auf Menschen&nbsp; im Jahr 2018 an. Bei den als nicht per se gef\u00e4hrlich eingestuften Rassen gab es 174 Angriffe auf Menschen von Mischlingen, gefolgt vom Deutschen Sch\u00e4ferhund mit 67 und den Parson Russell Terriern\/Jack Russell Terriern mit 35 Angriffen. Interessant ist, dass der Dackel fast genauso oft (20-mal) einen Menschen angegriffen hat wie der Rottweiler (21-mal). Ein Gefahrenpotenzial einer bestimmten Hunderasse l\u00e4sst sich trotzdem nur schwer herausstellen. Genaue Statistiken zur prozentualen Verteilung von Hunderassen fehlen und die Tatsache, dass es wahrscheinlich auch viele nicht gemeldete Hunde und nicht gemeldete Vorf\u00e4lle mit Hunden gibt, machen eine Aussage unm\u00f6glich. Einer Studie der Freien Universit\u00e4t Berlin aus dem Jahr 2005 zufolge, die zum einen offizielle Bissstatistiken und zum anderen Rasseverteilungen in Tierarztpraxen in Berlin und Brandenburg ausgewertet hat, gibt es keinen Unterschied zwischen der Auff\u00e4lligkeit von Sch\u00e4ferhund und American Pitbull Terrier. So k\u00f6nnte die Zusammenstellung der Hunderassen, die auf den Listen der Bundel\u00e4nder erscheinen, willk\u00fcrlich wirken. Festzustellen ist, dass diese Rasselisten alles andere als wissenschaftlich unterf\u00fcttert sind und es l\u00e4sst sich die Vermutung ziehen, dass letztendlich auf starkes Medieninteresse reagiert wurde. Genaueres kannst Du <a href=\"http:\/\/wp.in-sachen-hund.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Struwe-Dr-u-Kuhne_Fu-Berlin_Auffaellige-Hunde-in-Berlin-u-Bb2005.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">hier<\/a> nochmal nachlesen:<\/p>\n<h2><strong>Der Wesenstest<\/strong><\/h2>\n<p>Neben anderen Anforderungen wie Vollj\u00e4hrigkeit des Halters, Zuchtverbot oder Verpflichtung zur Kastration des Hundes, kann ein Wesenstest von den Bundesl\u00e4ndern verlangt werden oder auch vom Besitzer selbst in Betracht gezogen werden, um eine Gef\u00e4hrlichkeit zu widerlegen. So unterschiedlich die Gesetzgebung der Bundesl\u00e4nder in Bezug auf die Hundehaltung ist, so verschieden ist auch die Durchf\u00fchrung des Wesenstest. Bis jetzt gibt es keinen genormten Testablauf. Auch die Kosten variieren stark. In K\u00f6ln kostet die Durchf\u00fchrung des Tests zur Zeit 100 Euro, in Sachsen-Anhalt k\u00f6nnen sogar bis zu 500 Euro f\u00e4llig werden.<\/p>\n<h3>Der nieders\u00e4chsische Wesenstest<\/h3>\n<p>Der nieders\u00e4chsische Wesenstest gilt als gut ausgereift. Ziel ist es, Hunde zu identifizieren, die ein gest\u00f6rtes Aggressions- und Sozialverhalten haben. Empfohlen wird das Testen der Hunde ab einem Alter von 15 Monaten. Sie werden mit Stimuli konfrontiert, die von Menschen, Artgenossen, anderen Tieren und auch der unbelebten Umgebung ausgehen. Diese sind exakt festgelegt. So m\u00fcssen ein m\u00e4nnlicher und ein weiblicher Hund und vier Personen am Test teilnehmen. Des Weiteren kommen zum Beispiel ein Kinderwagen, aufgenommenes Kindergeschrei, eine Fahrradklingel und Luftballons zum Einsatz. Vor der Testdurchf\u00fchrung ist ein Fragebogen durch den Halter auszuf\u00fcllen, der \u00fcber die Vergangenheit und die Haltung Auskunft geben soll. Unter anderem wird gefragt, warum der Hund angeschafft wurde, ob noch andere Tiere im Haushalt leben, wie lange die Spazierg\u00e4nge dauern und welches eigene Verhalten bei einem Vergehen des Hundes ausge\u00fcbt wird. So kann sich der Tester einen ersten \u00dcberblick verschaffen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.struppi-co-verhaltenstherapie.de\/files\/pdfs\/wesenstest_fragebogen.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">http:\/\/www.struppi-co-verhaltenstherapie.de\/files\/pdfs\/wesenstest_fragebogen.pdf<\/a><\/p>\n<p>Es folgt eine allgemeine Untersuchung des Hundes, um organische Ursachen f\u00fcr Verhaltensst\u00f6rungen auszuschlie\u00dfen. Ein Frustrations- und Lerntest gibt Aufschluss dar\u00fcber, ob der Hund unter Einfluss von Beruhigungsmitteln steht.<\/p>\n<h4>Die Verhaltenspr\u00fcfung<\/h4>\n<p>Die nun folgende Pr\u00fcfung wird von einem Tierarzt und einem Helfer durchgef\u00fchrt und zudem gefilmt. Der Hund wird m\u00f6glichst ohne Maulkorb vom Besitzer an der Leine durch die einzelnen Situationen gef\u00fchrt, die in ihrer Bedrohungs-Intensit\u00e4t ver\u00e4ndert werden, indem zum Beispiel die Distanz verk\u00fcrzt wird. Die Gesamtdauer des Tests betr\u00e4gt ungef\u00e4hr 60 Minuten ohne l\u00e4ngere Pausen, mit dem Ziel, dass ein gewisses Stresslevel beim Hund vorliegt. Zur Bewertung liegt dem Gutachter ein Skalierungssystem f\u00fcr die Reaktionen vor, beginnend bei Meide- oder Angstverhalten und endend bei Bei\u00dfen mit anschlie\u00dfender Beruhigungsdauer von \u00fcber zehn Minuten. Situationen die zum Beispiel nachgestellt werden, sind:<\/p>\n<ul>\n<li>Ann\u00e4herung von vorne und Anstarren<\/li>\n<li>eine weinende Person (wie ein Kind)<\/li>\n<li>eine fremde Person versucht den Hund zu streicheln (mit Ansprache)<\/li>\n<li>Konfrontation mit einem gleichgeschlechtlichen Hund hinter einem Zaun<\/li>\n<li>Hund und Halter passieren bunte Luftballons<\/li>\n<li>Eine Person geht auf den Hund zu und schreit ihn an<\/li>\n<li>\u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die genaue Ausf\u00fchrung des Tests und die Verhaltens-Beurteilung kannst Du <a href=\"http:\/\/wp.in-sachen-hund.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Struwe-Dr-u-Kuhne_Fu-Berlin_Auffaellige-Hunde-in-Berlin-u-Bb2005.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">hier<\/a> nachlesen:<\/p>\n<p>Die Kosten f\u00fcr einen Wesenstest betragen circa 100 bis 300 Euro.<\/p>\n<h3><strong>M\u00f6gliche Folgen eines Wesenstests<\/strong><\/h3>\n<p>Ein erfolgreich bestandener Wesenstest kann dazu f\u00fchren, dass der Hund vom Maulkorb- und Leinenzwang befreit wird. Das entscheidet die jeweils zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde der Bundesl\u00e4nder anhand der Einsch\u00e4tzung des Gutachters. Ein nicht oder nur unzureichend bestandener Wesenstest kann dazu f\u00fchren, dass nur noch bestimmte Personen den Hund f\u00fchren d\u00fcrfen. Die Maulkorb- und Leinenpflicht bleibt dann nat\u00fcrlich bestehen. In Ausnahmef\u00e4llen kann es sogar zu einer Beschlagnahmung des Tieres kommen.<\/p>\n<h3><strong>Kritik am Wesenstest<\/strong><\/h3>\n<p>Studien haben gezeigt, dass es keinen signifikanten Unterschied in der H\u00e4ufigkeit von inad\u00e4quatem Aggressionsverhalten zwischen als gef\u00e4hrlich eingestuften Listenhunden und dem in diesem Fall getesteten Golden Retriever gibt. Der Wesenstest an sich scheint geeignet zu sein, dass Aggressionspotenzial und Sozialverhalten von Hunden einzusch\u00e4tzen. Die Diskriminierung bestimmter Hunderassen in diesem Zusammenhang trifft aber auf gro\u00dfe Kritik sowohl aus Halterkreisen als auch aus der Wissenschaft. Die entscheidende Rolle spielt wohl vor allem das andere Ende der Leine und nicht die genetische Veranlagung. Der Mensch hat einen wichtigen Einfluss auf das Aggressionsverhalten seines Hundes, ob unbewusst oder sogar gewollt.<\/p>\n<h2>&nbsp;Fazit<\/h2>\n<p>Zugegebenerma\u00dfen war ich selbst nie wirklich schl\u00fcssig \u00fcber die Beurteilung sogenannter Listenhunde. Sind sie gef\u00e4hrlicher als andere Hunde? Ist die Gesetzgebung gerechtfertigt? Die Vorurteile haben sich definitiv eingebrannt und obwohl ich absolut keine Angst vor Hunden habe, schaue auch ich genau hin und warte schon fast auf ein aggressives Verhalten bei der Begegnung mit einem Pitbull. So geht es wahrscheinlich vielen Menschen. Nach meiner Recherche denke ich aber, dass das Bild des b\u00f6sen Kampfhund sehr von den Medien gepr\u00e4gt worden ist und die Gesetze eher willk\u00fcrlich erlassen wurde. Wissenschaftlich kann bisher nicht belegt werden, dass es Hunde gibt, die aufgrund ihrer Rasse gef\u00e4hrlicher sind als andere. Wichtiger als eine allgemeine Vorschrift f\u00fcr Wesenstests beim Hund ist m\u00f6glicherweise die F\u00f6rderung des Wissens von Hundehaltern bez\u00fcglich ihrer Sch\u00fctzlinge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer kennt die Schlagzeilen nicht: \u201eKampfhund soll Mutter und Sohn get\u00f6tet haben\u201c, \u201eKampfhund bei\u00dft Terrier tot\u201c oder \u201eHund bei\u00dft Baby in Kopf\u201c!? Immer wieder kommt es zu Vorf\u00e4llen, bei denen sogenannte Kampf- oder Listenhunde Menschen oder andere Tiere angreifen und ihnen teilweise sogar t\u00f6dliche Verletzungen zuf\u00fcgen. 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