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BARF: Portionieren, einfrieren und auftauen – Tipps und Tricks

Immer mehr Hundebesitzer setzen auf die artengerechte Fütterung ihrer Vierbeiner – das sogenannte Barfen. Die vier Buchstaben stehen dabei für „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“ und meinen damit eine Hundenahrung, die sich an den natürlichen Fressgewohnheiten der Natur orientiert. Neben rohem Muskelfleisch, Innereien und Knochen stehen Obst und Gemüse auf dem Speiseplan. Zugegeben: Barfen ist für Einsteiger ein komplexes Thema. Nicht nur der Speiseplan selbst, sondern auch die Handhabung des Rohfutters stellt Anfänger vor einige Herausforderungen. Immerhin wird die Ware nicht in der fertigen Portion für den eigenen Hund geliefert, sondern in großen Packungen, die bis zum Verbrauch in der Kühltruhe gelagert werden müssen. Wir geben Dir einige Ideen rund um die Portionierung, das Einfrieren der Ware und wie Du mit dem Auftauen umgehst.

Wo erhalte ich mein Fleisch und Gemüse?

Qualitativ hochwertige Ware ist ein Muss

Du möchtest Deinen Hund barfen, weil Du wissen willst, was Dein Hund eigentlich frisst? Dann solltest Du Dir genau überlegen, woher Du das Fleisch für Deine Fellnase beziehen möchtest – egal, ob Du nun beim lokal ansässigen Metzger kaufst oder im Online-Handel. Prüfe den Lieferanten auf die Herkunft der Ware und stelle sicher, dass das Fleisch nicht aus Massentierhaltung stammt und auf artgerechte Tierhaltung geachtet wird. Die Ware, die von Barf-Alarm.de vertrieben wird, stammt aus regionalen Höfen in der Eifel. Dort werden die Tiere in kleinen Weidegruppen gehalten und vor Ort geschlachtet.

Aber welche Möglichkeiten gibt es für Dich nun überhaupt, Fleisch für Deinen Vierbeiner zu kaufen?

Der Einkauf beim örtlichen Metzger

Du kennst einen guten Metzger in Deiner Gegend? Dann hast Du hier die Möglichkeit, das Fleisch für Deinen Vierbeiner zu kaufen. Vorteil beim Metzger ist in aller Regel, dass er eine große Auswahl an verschiedenen Fleischsorten vorhält und Dir eventuell auch Schlachtabfälle wie Knochen oder Innereien zur Verfügung stellen kann. Nachteil: Beim Barfen geht einiges an Kilogramm pro Woche durch den Hundemagen. Wenn Du also nicht jeden Tag einkaufen möchtest, musst Du ein erhebliches Gewicht selbst nach Hause tragen, um es dann zu Hause in Portionen einzufrieren. Achte beim Kauf frischer Ware auf jeden Fall darauf, dass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Du kannst die Ware zum Beispiel in gekühlten Transportboxen nach Hause transportieren. Im Sommer darf rohes Fleisch natürlich nicht längere Zeit in der Sonne stehen.

Direkt beim Schlachter einkaufen

Möglich, aber komplizierter ist der Kauf der frischen Ware beim Schlachter. Kennst Du den Schlachter und hast Vertrauen in seine Tierhaltung, fütterst Du natürlich mit einem guten Gewissen. Nachteil: Je nach Schlachttag steht Dir nur eine sehr begrenzte Auswahl an Fleischsorten zur Verfügung.

Der Kauf im Online-Handel

Der beliebteste Weg, um sein Barf-Fleisch zu erwerben, ist in der Zwischenzeit der Online-Handel geworden. Viele Shops bieten eine große Bandbreite an Fleischsorten, Flocken als Alternative zu frischem Obst und Gemüse oder Nahrungsergänzungsmittel. Das Fleisch wird in dem Fall im gefrorenen Zustand geliefert. Aber Achtung: Achte beim Kauf der Ware auf die Verarbeitung des Fleisches. Immerhin ist Fleisch eine verderbliche Ware, die qualitativ hochwertig verarbeitet sein sollte. Andernfalls verliert sie an Frische und wichtigen Nährstoffen. Bei Frostfleisch ist die Kühlkette bei optimaler Verarbeitung durchgehend eingehalten und so ist die mögliche Belastung durch Keime extrem niedrig.

Bei Barf-Alarm legen wir großen Wert auf die Verarbeitungskette. Wir verarbeiten grundsätzlich nur frisches Fleisch, das zuvor nicht tiefgefroren war. Durch die möglichst schnelle Verarbeitung und das langsame Einfrieren stellen wir sicher, dass das Fleisch lange haltbar ist und für Deinen Hund nur das Beste liefert.

Gemüse und Obst im örtlichen Handel

Auch Gemüse und Obst gehören zum Barfen dazu. Je nachdem, was Dein Vierbeiner gerne isst, kannst Du Dich im Supermarkt oder auf dem regionalen Markt mit Obst und Gemüse eindecken. Ob Du es nun jeden Tag frisch zubereitest oder für mehrere Wochen vorbereiten und einfrieren willst, liegt letztendlich an Dir und der Zeit, die Du zur Verfügung hast. Während viele Hundebesitzer gerade Obst oder Gemüse jeden Tag gerne frisch zubereiten und Fleisch und Knochen untermischen, sind andere froh, wenn sie ihre Portionen komplett abgepackt in der Kühltruhe haben. Für Menschen mit wenig Zeit sind Flocken eine schöne Alternative zum frischen Obst und Gemüse. Sie sind je nach Geschmack des Hundes in vielen Varianten im Online-Handel erhältlich und werden mit warmem Wasser aufgegossen.

Worauf muss ich beim Einfrieren von Fleisch achten?

Hundebesitzer, die Barfen, bestellen ihr Fleisch in aller Regel für mehrere Wochen im Voraus. Und weil das Fleisch der unterschiedlichen Tiere jeweils andere Nährwerte enthält, sollten Hundehalter Muskelfleisch, Knochen und Innereien von zwei bis drei verschiedenen Tieren füttern – und das über mehrere Wochen hinweg. Das führt unweigerlich zu einigen Überlegungen, was das Einfrieren angeht.

Die Kühltruhe

Wer Barfen will, sollte sicherstellen, dass eine ausreichend große Kühltruhe zur Verfügung steht. Je nach Größe Deines Haushalts solltest Du überlegen, ob die Investition in eine eigene Kühltruhe für das Barf-Fleisch sinnvoll wäre. Und auch der Kühlschrank sollte ausreichend groß sein.

Hygiene ist oberste Pflicht

Es ist egal, ob wir frisches oder eingefrorenes Fleisch zum Einfrieren verarbeiten wollen: Hygiene ist das A und O beim Portionieren der Ware. Das heißt Händewaschen vor der Arbeit ist ebenso nötig wie sauberes Geschirr und eine gereinigte Arbeitsfläche. Auch Beutel zum Einfrieren oder Plastikboxen müssen absolut sauber sein. Denn einmal eingeschleppte Keime werden beim Einfrieren nicht getötet, sondern erwachen nach dem Auftauen wieder zum Leben.

Portionen abpacken

Wie Du Deine Portionen abpacken willst, ist letztlich eine Frage danach, wie es Dir organisatorisch am besten erscheint. Dafür solltest Du zunächst die Frage beantworten, wieviel Fleisch Du jeden Tag für Deine Hund benötigst. Die tägliche Futtermenge für einen erwachsenen Hund beträgt zwischen 2 und 4 Prozent des Körpergewichtes. 80 Prozent sind tierische Bestandteile, 20 Prozent pflanzliche Bestandteile. Aber auch die Rasse, das Geschlecht, die Häufigkeit der Bewegung und ob der Hund gesund oder krank ist, hängt davon ab, wie viel der Hund fressen sollte. Insofern sind dies nur Richtwerte, die sich immer wieder ändern können.

Handling größerer Portionen

Im Online-Handel werden Fleischpakete meistens in verschiedenen Größen angeboten: 200 Gramm, 500 Gramm oder 1 Kilogramm sind häufig angebotene Portionen. Das gefrorene Fleisch wird entweder am Stück geliefert, in kleineren Stücken zum Portionieren oder gewolft. Diese Pakete kannst Du als Ganzes ins Kühlfach geben und bei Bedarf auftauen. Im Kühlschrank hält das getaute Fleisch zwei Tage, wenn nicht alles am gleichen Tag verfüttert werden kann. Vorteil für die Umwelt: Größere Portionen sorgen für weniger Müll!

Einmal-Portionen einfrieren

Manche Hundehalter finden es einfacher, fertige Portionen zusammen mit Gemüse einzufrieren. Wenn du den täglichen Bedarf Deines Hundes genau kennst, kannst Du nach Lieferung der Ware Dir auch solche bunt gemischten Einmal-Portionen zubereiten. Dazu teilst Du die Ware in die benötigten Mengen und mischt sie nach Bedarf direkt mit Gemüse oder Obst. Kleiner Tipp: Wenn Du Obst- oder Gemüse-Püree vorbereitest, kannst Du diese in Eiswürfel-Behälter füllen und frieren lassen. Danach hast Du quadratische Portionen, die Du einfach mit zu den Fleischportionen geben kannst.

Kann ich Fleisch auftauen und danach wieder einfrieren?

Viele Hundebesitzer fragen sich, ob sich gefrorene Ware aus dem Online-Shop auftauen, portionieren und dann wieder einfrieren lässt. Denn wie sonst sollte sich gefrorene Ware in kleinere Portionen teilen lassen? Studien belegen, dass Lebensmittel aus mikrobiologischer Sicht wieder eingefroren werden können, sofern sie nicht länger als zwei Stunden bei Raumtemperatur gestanden haben. Allerdings ist auf diese Weise die Kühlkette unterbrochen worden und die Qualität des Fleisches, der Geschmack oder das Aussehen können darunter in Mitleidenschaft gezogen werden, was dem Hund allerdings wenig ausmacht,

Gefrierbeutel oder Dosen

Ob Du beim Einfrieren von Fleisch, Gemüse oder Obst Beutel oder Dosen verwenden willst, ist eine Frage der Kühltruhen-Größe. Steht Dir nur begrenzter Platz zur Verfügung, solltest Du auf Gefrierbeutel setzen, auch wenn diese mehr Müll verursachen. Dosen nehmen leicht sehr viel Platz weg. Noch mehr Platz kannst Du sparen, indem Du die Beutel vakuumierst. So werden sie so klein wie möglich. Fertig gelieferte und gefrorene Ware kommt bereits in optimalen Lagerungspaketen ins Haus.

Etikettieren

Um Dir eine Menge Arbeit zu sparen, solltest Du Dir ein System für Deine Kühltruhe überlegen und die Fleischportionen mit Abpackdatum und Fleischorte etikettieren. Bereits gefrorene Ware, die Du in den gelieferten Portionen belässt, sind schon etikettiert und keine weitere Arbeit ist nötig. Falls Du frisches Fleisch portionierst und abpackst oder gefrorene Ware zu fertigen Paketen teilen willst, solltest Du sie neu beschriften. Stehen Dir verschiedene Fächer in der Kühltruhe zur Verfügung? Dann sortiere Dein Fleisch je Fach nach Sorte und packe das älteste Fleisch immer nach vorne. So ersparst Du Dir lästiges Suchen und hast die Portionen mit einem Griff bereit.

Eingefrorenes wieder auftauen: So geht's!

Dein BARF-Fleisch und Gemüse ist sorgfältig abgepackt und nun geht es an die Fütterung Deiner Fellnase? Zum Auftauen stehen Dir verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

Größere Portionen für mehrere Mahlzeiten auftauen

Du hast die gelieferte Ware aus dem Online-Shop original verpackt eingefroren? Nimm Dir am Tag vorher ein oder zwei Fleischsorten aus der Kühltruhe und lass sie über den Tag und die Nacht im Kühlschrank auftauen. Am besten legst Du die Pakete in einen Behälter, denn beim Auftauen verliert das Fleisch Wasser. Das aber kannst Du später zum Fressen dazugeben, da es wichtige Mineralien und Nährstoffe enthält. Wenn Du die Nahrung zubereitest, nimmst Du Dir so viel Fleisch, wie Du für eine Fütterung benötigst und bereitest Sie gewohnt mit Gemüse, Öl oder weiteren Zusätzen vor. Den Rest des Fleischs behältst Du für die weiteren Fütterungen im Kühlschrank.

Falls Du Dich fragt, ob das überhaupt möglich ist: Ja! Hunde sind Aasfresser sind und Fleisch, dass für uns bereits etwas unangenehm riecht, kann noch an den Hund verfüttert werden kann. Das gilt allerdings nicht für Fisch oder Innereien.

Einmal-Portionen vorbereiten

Wer das Fleisch (und Gemüse) pro Mahlzeit portioniert hat, kann das Fleisch im Warmwasserbad schonend auftauen. Allerdings sollte das Wasser nicht kochen, denn sonst gehen die im Fleisch enthaltenen Nährstoffe und Mineralien verloren.

Auch in der Mikrowelle lässt sich das Fleisch auftauen. Dazu nicht vergessen, die Verpackung zu entfernen und darauf achten, dass das Fleisch komplett aufgetaut ist. Ansonsten kann Durchfall beim Hund entstehen. Und auch zu heiß sollte das Fressen nicht sein, damit der Hund keinen Schaden nimmt. Lauwarmes Essen ist ideal. Übrigens: Richtig aufgetaut, bleiben dem Fleisch so gut wie alle Mineralien und Vitamine erhalten.

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