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­čÉĽ Clickertraining f├╝r den Hund – Clickern f├╝r Anf├Ąnger – Ein erster Einstieg ­čÉż

Viele haben den Begriff  „Clickertraining“ sicher schon mal geh├Ârt, wissen aber nicht genau um was es sich dabei handelt oder wie man ein richtiges Clickertraining aufbaut und ausf├╝hrt. Hierzu m├Âchte ich nun einige Infos und Hilfestellungen f├╝r Anf├Ąnger geben.

Was ist Clickertraining f├╝r Hunde ?

Ein Clicker wird verwendet um einen Hund f├╝r ein bestimmtes, gew├╝nschtes Verhalten positiv zu best├Ąrken, quasi eine Unterst├╝tzung zur klassischen Konditionierung. Das Klickger├Ąusch wird hierbei zielgerichtet in dem Moment ausgel├Âst, in dem der Hund das erw├╝nschte Verhalten zeigt. Dabei verbindet er den Klick mit einer Best├Ątigung. So k├Ânnen Tricks bzw. Kommandos schnell und mit viel Freude vermittelt werden.
Wichtig ist, dass der Hund zuvor auf den Clicker konditioniert wurde.

Wie wird der Hund auf den Clicker konditioniert?

Zu Beginn, setzt man sich zusammen mit dem Hund, bewaffnet mit dem Clicker und einer Dose voller Leckerlies hin und verkn├╝pft das Klickger├Ąusch mit einer positiven Belohnung.
Das macht man, indem man klickt und dem Hund sofort im Anschluss das Leckerli anbietet, ganz ohne eine Gegenleistung.
Dieser Vorgang sollte mehrmals am Tag in kurzen Einheiten wiederholt werden. Nach ungef├Ąhr zwei bis drei Tagen sollte der Hund das Ger├Ąusch mit der positiven Belohnung verkn├╝pft haben und man kann nun mit einem einfachen Kommandoaufbau beginnen.

Clicker ├ťbungen f├╝r Hunde

Hat man den Clicker konditioniert, kann man beginnen das erste Kommando aufzubauen.Wir nehmen als Beispiel ein ganz simples Anfangskommando und zwar „Sitz“.Man nimmt nun in eine Hand ein Leckerli und die andere Hand den Clicker und versucht den Hund mit Hilfe des Leckerchens in eine Sitzposition zu bekommen. In dem Moment, in dem sich der Hund setzt, wird zeitgleich der Clicker bet├Ątigt und anschlie├čend sofort das Leckerli verabreicht. Ein verbales Kommando wird zu dieser Zeit noch nicht eingesetzt. Nun folgen viele Wiederholungen wie schon bei der Konditionierung auf den Clicker.
Auch hier gilt lieber ├Âfter, kurze ├ťbungseinheiten, damit der Hund m├Âglichst konzentriert mitarbeitet.
Wenn der Hund verstanden hat was man von ihm m├Âchte, kann man das verbale Kommando hinzu nehmen. Man stellt es einfach dem Click voran. So kann man nach und nach den Clicker f├╝r dieses Kommando abbauen. rEs gibt nat├╝rlich eine Vielzahl von verschiedenen Tricks und Kommandos die sich mit dem Clicker antrainieren lassen. F├╝r kreative Ideen lohnt es sich auf Youtube einmal zu schauen, welche Trainingsans├Ątze ambitionierte Clickerfreunde hochgeladen haben und sich dort Ideen zu holen. Wie ├╝berall gibt es f├╝r ein und das gleiche Kommando verschiedene Aufbaumethoden und man muss vielleicht bei einigen Tricks unterschiedliche Wege ausprobieren bis man ans gew├╝nschte Ziel kommt. Wichtig ist, immer nur zu clickern, wenn man selbst gerade motiviert ist und nicht zu verzweifeln, wenn kompliziertere Tricks nicht sofort auf Anhieb klappen.

Ab wann kann man mit dem Clickertraining f├╝r den Hund beginnen?

Das Sch├Âne am Clicker ist, dass man sowohl Welpen als auch Hundesenioren damit trainieren kann.
Bei Welpen kann man vor allem positives Verhalten verst├Ąrken und somit schon eine gute Grundlage f├╝r die Erziehung schaffen. Wenn der Welpe zum Beispiel bei der Futtergabe nicht wild an einem hochspringt, sondern ruhig wartet bis der Napf auf dem Boden steht, oder nach dem Klingeln an der Haust├╝re nicht bellt bzw. wenn er aufh├Ârt zu bellen, wird dies sofort mit dem Clicker best├Ątigt. So k├Ânnen viele negativ empfundene Angewohnheiten von Anfang an in gew├╝nschte Bahnen gelenkt werden.

Pro und Contra des Clickertrainings f├╝r Hunde

Vorteile des Clickertrainings sind, dass sich der Clicker im Gegensatz zur Stimme immer gleich anh├Ârt. Dies ist f├╝r den Hund f├╝r die korrekte Verkn├╝pfung von erw├╝nschtem Verhalten von gro├čem Vorteil. Denn die Stimme kann durch Erk├Ąltung, Stress oder Frust schnell negativ f├╝r den Hund klingen, obwohl er vielleicht gerade genau das Richtige tut. Ein weiterer Pluspunkt ist das zeitgenaue Best├Ątigen, denn bis man ein Leckerli aus der Tasche kramt vergehen oft einige Sekunden und das Kommando oder Verhalten wird im schlechtesten Fall nicht mehr mit der Belohnung verkn├╝pft. Ein Clicker ist ein Trainingsger├Ąt, dass man ├╝berall hin mitnehmen kann, das nicht viel Platz braucht und das von den allermeisten Hunden mit gro├čer Begeisterung angenommen wird.
Dennoch gibt es auch Nachteile, denn das A und O beim Clickern ist das Timing. Clickt man nicht zum richtigen Zeitpunkt k├Ânnen Missverst├Ąndnisse zwischen Hund und Halter entstehen. Bei einigen ├ťbungen kann es auch durchaus Sinnvoll sein eine andere Person clickern zu lassen, die den Hund genau beobachtet. Vor allem bei Kommandos bei denen der Hundef├╝hrer eventuell mit dem R├╝cken zum Hund steht oder in eine andere Richtung schaut.

Die richtige Clickerauswahl

Mittlerweile gibt es eine gro├če Auswahl an Clickern. Die f├╝r einen ergonomisch, richtige Form und Handbefestigung muss jeder f├╝r sich selbst herausfinden. Allerdings gibt es manche Hunde die sensibel auf das Clickger├Ąusch reagieren, daher sollte man testen, welcher Clicker f├╝r welchen Hund geeignet ist. Es gibt leisere und lautere Clicker und sogar solche, die sich in der Lautst├Ąrke und Tonh├Âhe regulieren lassen. Da es sich um ein g├╝nstiges Produkt handelt und man erfahrungsgem├Ą├č auch gern mal einen Clicker verliert, lohnt es sich eine kleine Auswahl zu erwerben und einfach auszuprobieren welcher einem am meisten zusagt.

Fazit

Der Clicker ist ein sehr n├╝tzliches Instrument um Hunden mit viel Spa├č und Freude Kommandos beizubringen. Vor allem zum erlernen von Tricks, wie Pfote geben, eine Rolle machen oder auch kompliziertere Dinge wie „toter Hund“ spielen, l├Ąsst er sich wunderbar einsetzen. Das einzige das genau beachtet werden sollte, ist das Timing um Fehlkonditionierungen zu vermeiden.

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